Am gestrigen Sonntag stand das Duell der beiden Spielgemeinschaften des Hauptsponsors TauRes Investmentberatungsgesellschaft mbH an. Aus diesem Grund fanden viele Mitarbeiter und Manager den Weg in die Halle an der Eckernförderstraße um diese Hamburgligabegegnung zu verfolgen. Aber nicht nur aus „Marketing-Gründen“ waren die Gäste des Unternehmens schon vor Anpfiff hoch erfreut, denn auch die Auszeichnung zu einem der besten Hamburger Arbeitgeber (8. Platz) von letzter Woche wirkte noch entsprechend nach.
Für die SG-Damen hieß es heute sich an einer kleinen Überraschung zu versuchen, denn wie das Hinspiel bereits zeigte kam man mit den Altonaerinnen ganz gut zu recht. Die Partie begann rasant, allerdings nur im läuferischen, da der Torerfolg oft ausblieb. Auf beiden Seiten kam die Begrenzung des 6m-Raumes oft zu früh. Nach 10 Minuten zeigte die Anzeigetafel einen 2-Tore-Vorsprung für die Gastgeber (4:2). Jetzt zeigte jedoch die offensive 3:2:1 Abwehr der Bergedorferinnen Wirkung und binnen 5 Minuten konnte man den Rückstand in einen Führung verwandeln (16 Minute 4:5). Die fällige Auszeit der SG Altona nutzte Jo Knoop zur Umstellung auf einen defensive 6:0 was den Gastgebern gar nicht zu schmecken schien, denn ab diesem Zeitpunkt diktierten die BVM-Damen das Geschehen. Bis zur Halbzeit konnten sie sich sogar einen 4-Tore Vorsprung zum 8:12 erspielen. Der Abwehrverbund in Kombination mit einer wieder einmal starken Torfrau Annika Piorreck und dem konsequenten Laufen der 1. Und 2. Welle war dafür meist ursächlich.
Aber wie es manchmal im Abstiegskampf so ist, bringt ein simples Mittel das Gerüst mächtig ins Wanken. Die Manndeckung gegen Inke Steffen zu Beginn der Halbzeit brachte die BVM-Mädels so stark durcheinander, dass viele Bälle relativ kampflos an die Altonaerinnen verschenkt wurden. Zwar erspielten sich die Gäste einige hochprozentige Torchancen, aber brachten diese meist nicht im Gehäuse unter. Die nackten Zahlen sprechen leider Bände: nur 1 von 6 - 7m verwandelt, allein in der 2. Halbzeit 3 Tempogegenstöße verworfen ! So konnte Altona in der 48. Minute zum 15:15 ausgleichen. Positiv bleibt aber die Tatsache, dass diesmal sich das Team fangen konnte und nicht wie in der Vergangenheit unterging. Die Damen aus Bergedorf warfen nochmal die restlichen Kräfte in die Waagschale, aber nun blieb das Wurfglück aus (Svenja Gelsen traf 2 mal in Folge die Latte, 57. Minute 19:18). Eine Minute vor Schluß traf dann Altona zur Entscheidung (21:18). Die anschließende komplette Manndeckung die Knoop anordnete, führte immerhin noch zu eigenen 2 Toren in den letzten 30 Sekunden. Der sichtlich frustrierte Trainer quittierte den Abpfiff mit: „Oh Mann, dieses Spiel muss man gewinnen!“ Dem ist nicht viel hinzuzufügen. Endstand: 21:20
Fazit Binnewerg: “Vorsichtig formuliert muss ich sagen, dass da heute mehr drin war. Mindestens einen Punkt wäre nicht nur verdient gewesen, sondern auch zwingend notwendig. Die indiskutable Torausbeute aus den sogenannten „leichten Toren“ war dafür ausschlaggebend. So bitter das auch für uns ist, aber wir haben dennoch einen Schritt nach vorn gemacht, denn wir haben uns nach dem heftigen Rückschlag zu Beginn der 2. Halbzeit endlich mal wieder gefangen und nie den Glauben verloren. Solche Erlebnisse müssen wir in Erinnerung rufen, wenn wir nächste Woche zu Hause gegen die Inselstädterinnen ran dürfen.“
Für die SG Bergedorf/VM spielten: Piorreck (Tor), Ketterer (2), Kretschel (7), Block (3), Kröpke , Gelsen (3), Dettmann, Steffen (3), Koppermann (2), Schäfer
Bank: Knoop, Binnewerg
Nächstes Spiel gegen die SG Wilhelmsburg, 12.02.2012, 17.00 Uhr, Ladenbeker Furtweg
Dienstag, 07. Februar 2012 - 08:12 - Binnewerg, René